TOT (Transobturator Tape)

TOT (Transobturator Tape)

Die TOT-Operation ist ein minimalinvasives (geschlossenes) chirurgisches Verfahren, das hauptsächlich bei Frauen mit Stressharninkontinenz angewendet wird – also bei ungewolltem Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder körperlicher Anstrengung. Ziel der Operation ist es, den Ausgang der Blase zu stützen und den Harnverlust dauerhaft zu verhindern.


Was ist Stressharninkontinenz?

Stressharninkontinenz entsteht durch Schwäche der Beckenbodenmuskulatur oder durch eine Lockerung der Bänder, die die Harnröhre stützen.
Sie tritt häufig bei Frauen nach Geburten, in den Wechseljahren, durch Alterungsprozesse oder nach Beckenoperationen auf. In dieser Situation wird die Harnröhre nicht ausreichend unterstützt, sodass bei erhöhtem intraabdominalem Druck (z. B. beim Husten) Harn austreten kann.


Was ist die TOT-Operation?

Bei der TOT-Operation wird ein spezielles synthetisches Band (Transobturator Tape) unter der Harnröhre platziert, um diese zu stützen und die Kontrolle über die Harnentleerung wiederherzustellen.
Das Band integriert sich im Laufe der Zeit in das umliegende Gewebe und fungiert als natürliche Aufhängung, die Harnverlust verhindert.

Das Band wird mittels einer kleinen Nadel durch die Leistenregion durch den Obturator-Kanal unter die mittlere Harnröhre geführt.
Der Eingriff dauert etwa 20–30 Minuten und wird üblicherweise unter Spinal- oder Allgemeinanästhesie durchgeführt.


Vorteile der TOT-Operation

  • Minimalinvasiv mit kleinen Schnitten, keine sichtbaren Narben.

  • Krankenhausaufenthalt in der Regel 1 Tag.

  • Schnelle Genesung und rasche Rückkehr in den Alltag.

  • Erfolgsquote von 85–95 %.

  • Keine Nähte erforderlich; das Band integriert sich ins Gewebe und bietet dauerhafte Unterstützung.


Postoperativer Verlauf

  • In den ersten Tagen sind leichte Brenngefühle beim Wasserlassen oder Spannungsgefühl im Beckenbereich normal.

  • Patienten können in der Regel nach einer Woche zu normalen Aktivitäten zurückkehren.

  • Intensive körperliche Betätigung, Geschlechtsverkehr und starke Belastung sollten in den ersten 4–6 Wochen vermieden werden.

  • Nach ärztlicher Kontrolle und Bestätigung einer normalen Harnfunktion und Wundheilung werden die Einschränkungen aufgehoben.


Für wen ist die Operation geeignet?

  • Frauen mit diagnostizierter Stressharninkontinenz.

  • Patientinnen ohne oder mit leichter Beckenorganprolaps.

  • Frauen, deren Beschwerden trotz medikamentöser Therapie und Beckenbodentraining bestehen bleiben.


Erfolg und Nachsorge

Die TOT-Operation gilt heute als Goldstandard der chirurgischen Behandlung der Stressharninkontinenz.
Mit sorgfältiger Patientenauswahl, geeigneter chirurgischer Technik und regelmäßiger Nachsorge sind die Langzeiterfolgsraten sehr hoch.

In unserer Klinik wird die TOT-Operation von erfahrenen Urologen unter modernen Techniken und sterilen Bedingungen durchgeführt. Ziel ist die Wiederherstellung der Harnkontrolle, die Verbesserung der Lebensqualität und die Rückgewinnung des Selbstvertrauens.

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