Perkutane Nierenstein-Operation
Die perkutane Nephrolithotomie (PNL) ist ein modernes und effektives chirurgisches Verfahren zur Entfernung von Nierensteinen durch einen kleinen Hautschnitt. Sie wird insbesondere bei großen, mehrfachen oder mit anderen Methoden (z. B. ESWL oder URS) nicht behandelbaren Steinen angewendet. Auf diese Weise können die Steine direkt aus der Niere entfernt werden, ohne dass eine offene Operation notwendig ist.
Wie wird die Operation durchgeführt?
Der Eingriff erfolgt unter Allgemeinanästhesie. Durch einen kleinen Schnitt von etwa 1 cm im Rückenbereich wird ein dünnes Instrument (Nephroskop) in die Niere eingeführt. Über dieses Instrument werden die Steine sichtbar gemacht, zerkleinert (mithilfe von ultraschall- oder laserbasierten Geräten) und entfernt. Bei Bedarf wird ein vorübergehender Stent (DJ-Stent) zur Sicherstellung des Harnflusses eingesetzt.
Vorteile
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Hohe Erfolgsquote: Auch bei großen Steinen ist eine vollständige Entfernung möglich.
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Minimalinvasiv: Kleiner Schnitt mit minimalem Gewebeschaden.
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Schnelle Genesung: Patienten können in der Regel nach 1–2 Tagen entlassen werden.
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Weniger Schmerzen und Blutungen: Deutlich komfortabler als eine offene Operation.
Nach dem Eingriff
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Der postoperativ eingelegte Drainagekatheter (Nephrostomie) wird normalerweise nach 1 Tag entfernt.
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Patienten können schnell zu ihren normalen Aktivitäten zurückkehren.
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Es ist wichtig, den Arztanweisungen zu folgen, ausreichend Flüssigkeit zu trinken, Infektionen zu vermeiden und regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen.
Für wen ist das Verfahren geeignet?
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Patienten mit Nierensteinen größer als 2 cm
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Wiederkehrende Steine oder Steine, die Infektionen verursachen
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Steine, die nicht mit ESWL oder URS behandelt werden können
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Patienten mit harten Steinen wie Calciumoxalat-, Cystin- oder Struvitsteinen
Die perkutane Nierenstein-Operation ist eine der effektivsten und sichersten Methoden der modernen Urologie. Wird sie von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt, bietet sie hohe Erfolgsraten bei geringem Komplikationsrisiko.
